#johnfriedameets Asmona Logan

Asmona Iesha Logan ist seit über 20 Jahren als Journalistin im Mode- und Beautybereich tätig. In dieser Zeit hat sie sich in der Branche einen Namen gemacht und 2009 das erfolgreiche Blogazine “BeautyDelicious” gegründet. Zudem gibt sie Workshops als Social Media Coach. Grund genug, die Hamburgerin zu treffen, und mit ihr über ihre liebste Modestadt, ihre Beauty Must-Haves und ihre außergewöhnlichen Haare zu sprechen.

Welche ist deine Lieblingsmodestadt und warum?
Für mich war sie es schon zu meiner Zeit als Moderedakteurin und ist es jetzt noch mehr: London. Ich liebe es, wie Zeitgeist, Tradition, Handwerk, der britische Humor und die berühmte Skurrilität eine inspirierende, modische Mischung bieten. Siehe nur Vivienne Westwood. Eine der ganz großen in dem Business. Und wer kann schon eine klassische Barbourjacke so sexy und modern kombinieren, wie die Ladies in London.

Deine persönlichen Top 3 Orte um Energie zu tanken?
Wenn ich früh morgens gegen 6 Uhr, wenn mir kaum jemand begegnet, an der Alster spazieren gehen und erlebe, wie die Stadt langsam zum Leben erwacht. Wenn ich Zeit habe, dann versuche ich Zeit am Meer zu verbringen, um einfach das Wasser, welches mir viel Ruhe gibt, zu genießen. Durch den Job als Beautyjournalistin bin ich zum Spa-Addict geworden und lebe für Massagen und Facials. Auch wenn man nur eine Stunde Zeit hat: eine Auszeit im Spa wirkt Wunder.

Was ist dein Beauty Must-Have bei der Arbeit oder wenn du unterwegs bist?
Roter Lippenstift! Er hebt die Laune, falls ich mal eine Aufmunterung benötige, was allerdings nicht oft vorkommt. Zudem vervollständigt er jeden Look und ich fühle mich damit noch sexier. Pluspunkt: Schatten unter den Augen können dadurch aus dem Blickfeld geraten, da die roten Lippen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn ich unterwegs bin dürfen außerdem Blotting Paper und ein Face Mist nicht fehlen.

Welche Rolle spielen deine Haare im Job?
Meine Haare sind mittlerweile mein Markenzeichen geworden. Eine Illustration von mir mit meinem Afro ist Bestandteil meiner Visitenkarten und findet sich auch auf meinem Blogazinewieder. Meine Haare sind zudem ein guter Gesprächseinstieg, denn oft werde ich gleich zu Beginn darauf angesprochen und erhalte Komplimente. Das ist toll, denn bis vor vier Jahren habe ich meine Haare immer streng zu einem Dutt getragen. Meine Haare offen zu tragen war damals ein NO-GO, ich mochte sie einfach nicht.

Was würdest du dir für dein Haar wünschen?
Für meinen Afro wünsche ich mir mehr Gleichgesinnte in seiner Umgebung, damit er sich nicht immer so alleine fühlt. Also Ladies, wertschätzt eure natürliche Haarstruktur, liebt sie, so wie sie ist. Versucht nicht, sie krampfhaft zu ändern oder zu bekämpfen, damit sie und ihr selbst ins Bild passt. Seid stolz darauf! Gut, dass langsam weltweit das Bewusstsein für das Thema wächst, auch dank Social Media. So kann mit den Vorurteilen aufgeräumt werden, Afro Haare sähen unprofessionell, ungepflegt und wild aus.

Gibt es eine Haarsünde in deinem Leben?
Als Teenager, zu meinen Wave-Zeiten, habe ich mir die Seiten abrasiert, die restlichen Haare blauschwarz gefärbt und zum Iro gestylt. Dazu war ich natürlich ganz in Schwarz gekleidet mit schwarzem Lippenstift, passendem Augen-Make-up und schwarzem Nagellack. Es gibt davon sogar ein Familienfoto mit mir. Darauf sind mein kleiner Bruder und ich zu sehen. Er ganz niedlich in Latzhose und gestreiftem Nikkipullover auf einem Holzpferd sitzend und ich im Hintergrund. Das Bild wurde damals als Geschenk für meinen Großeltern geschossen. Sie haben es mit Fassung entgegen genommen. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, dass es jemals aufgehängt wurde. Hier geht ein großes Dankeschön an meine Mom, die mich an meiner persönlichen Entfaltung nie gehindert hat.

Wie sieht deine tägliche Haarroutine aus?
Es gibt keine tägliche Routine. Meine Haare bestimmen, was gebraucht wird. Entweder ich zupfte sie am Morgen nur zurecht und massiere etwas Pflege wie Sheabutter, Öl oder Leave-in Produkte rein. Wenn der Afro nicht sitzt, dann werden die Haare unter der Dusche nass gemacht und durchgekämmt. Anschließend lasse ich sie trocknen und zupfte sie während des Trockenvorgangs immer wieder in Form.

Wem sollte man für Inspiration auf Instagram folgen?
Wenn man Burlesque und Glamour mag: Dita von Teese.
Zum Schmunzeln bringt mich oft: Michel Gaubert.
Und natürlich BeautyDelicious und mir.